Die Reputation eines Unternehmens gilt in der betriebswirtschaftlichen Praxis als wichtiger immaterieller Vermögensgegenstand, den es zu schützen und zu entwickeln gilt. Maßnahmen des Reputationsmanagement erfolgen jedoch häufig an wichtigen Stakeholdergruppen vorbei – den eigenen Mitarbeitenden. Durch soziale Medien jedoch werden Mitarbeitende in die Lage versetzt, reputationsrelevant zu agieren. Kommentare über das eigene Unternehmen und Kritik von Mitarbeitenden über deren Erfahrung und Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber sind per Mausklick somit einer enormen Zahl an aktuellen und potenziellen Kunden sowie anderen relevanten Stakeholdern des Unternehmens zugänglich. Soziale Medien-gestützte reputationstangierende Kommunikation findet also nicht nur intern statt (z.B. Mitarbeiterblogs, Intranet, Enterprise 2.0), sondern vermehrt auch extern und außerhalb der Kontrolle der Unternehmen.

Ziel des Verbundprojekts Webutatio ist die Erfassung, der Aufbau und die arbeitsprozessintegrierte Stärkung von individueller Reputationskompetenz für soziale Medien durch die Entwicklung und Erprobung eines Blended-Learning-Konzepts, das auf einem neuen Wirkungsmodell zur Messung von Reputationskompetenz beruht.