Leitidee des Forschungsschwerpunkts

Die dominante Perspektive des Forschungsschwerpunkts MMDI resultiert aus der Analyse von möglichen neuartigen Interaktionen (Wechselwirkungen) zwischen den drei Themenbereichen – Innovationen/Entrepreneurship, Dienstleistungen und Medien – und deren Management (siehe Abbildung). Sie stellt den gemeinsamen Nenner aus den entsprechenden Forschungsaktivitäten der primär beteiligten Arbeitsgruppen zum Forschungsschwerpunkt MMDI dar.

Leitidee

Der Forschungsschwerpunkt MMDI hat sich aus Forschungsaktivitäten im Institut für Management heraus entwickelt und positioniert sich im Fachbereich Informatik grundsätzlich über die Managementperspektive. Diese Perspektive ragt ein gutes Stück weit auch in die Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik hinein, und auch in die anwendungsorientierte Informatik bzw. Computervisualistik. Treiber der neuen Wirkungsbeziehungen sind – neben der zunehmenden Internationalisierung bzw. Globalisierung seit den 1990er Jahren und dem veränderten Verhalten der Akteure (insbesondere Konsumenten, Organisationen und Medienrezipienten) – zuvorderst neue Technologien. Aus neuen Technologien und deren Nutzung durch verschiedene interagierende Stakeholdergruppen erwachsen Innovationspotenziale vor allem im Kontext der medienbasierten Dienstleistungen.

 

Das übergreifende Ziel des Forschungsschwerpunktes ist deshalb die theoriegeleitete und empirische Analyse von möglichen Wirkungsbeziehungen („neue Interaktionen“) innerhalb und zwischen den nachfolgenden Themenbereichen der Managementforschung:

 

  • Innovation / Entrepreneurship: In der Innovations-/Entrepreneurship-Forschung ist es gegenwärtig vor allem das Paradigma der Offenheit („Open Innovation“; „Open Scientific Entrepreneurship“), welches völlig neuartige Interaktionen zwischen relevanten Akteuren und/oder Systemen ermöglicht und entsprechende Managementprozesse erfordert.
  • Dienstleistung: Im Kontext der Dienstleistungsforschung sind es insbesondere die Interaktionen zwischen Dienstleistern und Kunden, die seit jeher einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt bilden, ebenso wie die Interaktionen zwischen Kunden und unternehmensseitig bereitgestellten Technologien.
  • Medien: Im Rahmen der medienwirtschaftlichen Forschung sind es gerade die neuen Medien selbst, die immer wieder neuartige Möglichkeiten von Interaktionen zwischen Medienanbietern und -rezipienten (one-to-many) aber auch von Rezipienten untereinander ermöglichen (many-to-many).